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Haarausfall
Haarausfall bei Männern und Frauen muß nicht sein und kann heutzutage
in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Es ist normal, daß
ältere Menschen weniger Haare haben als jüngere. Zudem ist ein
Haarausfall bis zu 100 Haaren am Tag insgesamt oder bis zu insgesamt 200
Haaren an dem Tag, an dem man die Haare wäscht, normal. Es gibt mehrere
Möglichkeiten, um den Haarausfall zu stoppen und um eventuell auch das
Wachstum von neuen Haaren wieder anzuregen!
Ursachen
Viele Ursachen kommen als Auslöser von Haarausfall in Betracht und
werden in der ersten Untersuchung mit Ihnen besprochen. Anschließend
folgt eine Blutuntersuchung und eine Untersuchung der Haarwurzeln mit
dem modernen und genauen TRICHOSCAN®Verfahren..
Haarwurzeluntersuchung TRICHOSCAN®:
Zur Durchführung sind 2 Termine in unsere Praxis erforderlich: entweder
Montag und Donnerstag oder Freitag und Montag. Zwischen dem ersten und
dem zweiten Termin sollen genau 3 Tage liegen, dann ist das Messergebnis
am genauesten. Bei dem ersten Termin wird eine kleine Fläche von Ihrem
Haar an einer un-auffälligen Stelle rasiert. Nach 3 Tagen werden die
nachgewachsenen Haarstoppel mit Haarfarbe eingefärbt. Anschließend
erfolgt sofort die Messung mit dem Trichoscan® Verfahren.

Per spezieller Computersoftware wird anhand der unterschiedlichen
Haarlängen ihrer nachgewachsenen Haare gezählt, wie viele Haare sich in
der aktiven Wachstumsphase befinden sog. Anagen-Haare und wie viele
Haare sich in der Ruhephase befinden sog. Telogen-Haare. Außerdem wird
anhand der Haarstruktur ermittelt, zu welchem Prozentsatz die normalen
sog. Terminalhaare vorliegen und zu welchem Prozentsatz feinere sog.
Vellushaare vorliegen. Die Kopfbehaarung, die Wimpern und die
Augenbrauen bestehen bei Geburt aus Terminalhaaren. Am Körper werden in
der Pubertät manche Vellushaare durch Terminalhaare ersetzt so z.B. in
den Achselhöhlen und im Genitalbereich. Auch der umgekehrte Weg ist
möglich. Beim anlagebedingten (sogenannten hormonellen) Haarausfall
erfolgt eine teilweise Rückbildung der Kopfhaare zum feinen Vellushaar.
Haarwachstumsphasen:
Das Haar wächst nicht kontinuierlich wie der Fingernagel, sondern jedes
einzelne Haar hat eine Wachstumsphase (Anagenphase) von 3-6 Jahren, die
gefolgt ist von einer Ruhephase (Telogenphase) , die 3-4 Monate dauert.
Danach fällt das Haar aus und ein neues Haar wächst nach. Deshalb
wachsen unsere Haare auch nicht unendlich bis zum Fußboden, sondern nur
bis zu einer bestimmten Länge. Bei den seltenen Personen, bei denen die
Haare bis zu den Knien wachsen, ist die Wachstumsphase erblich bedingt
deutlich länger als 3-6 Jahre z.B. 5-8 Jahre.
Normalwerte:
Anagenhaare (Wachstumsphase) mindestens 80%
Telogenhaare ( Ruhephase) maximal 20%
Terminalhaare (normales Kopfhaar) 100%
Vellushaare (sehr feines Haar)0 %
Haardichte 140-240 Haare/cm²
Beurteilung :
Ist der Anteil der Anagenhaare vermindert und der Anteil der
Telogenhaare erhöht, sind zu viele Haare in der Ruhephase und es
resultiert Haarausfall. Dieser Zustand ist typisch für den so genannten
hormonell bedingten Haarausfall. Hormonell bedingt heißt in
diesem Fall nicht, dass die Hormone erhöht sind, sondern dass die
Haarwurzel vermehrt auf einen normalen Gehalt des männlichen Hormons
Testosteron reagieren, der in geringen Maß auch bei Frauen vorhanden
ist. Dabei ist es erblich vorprogrammiert, dass ab einem bestimmten
Alter durch das Testosteron an der Haarwurzel die Haare vermehrt
ausfallen und auch feiner werden. Typisch ist dabei das Ausdünnen der
Haare auf dem Schädeldach und das Zurückweichen der Haare an den sog.
Geheimratsecken. Hormonell bedingter Haarausfall kommt sowohl bei Frauen
als auch bei Männern vor. Anders als bei Männern führt hormonell
bedingter Haarausfall bei Frauen so gut wie nie zu einer Glatze. Da
hormonell bedingter Haarausfall erblich bedingt ist, leidet meistens-
wenn auch nicht immer- auch der Vater oder die Mutter des Betroffenen
unter dieser Art von Haarausfall.
Behandlung:
Die gute Nachricht: Hormonell bedingter Haarausfall lässt sich
erfolgreich behandeln. Das erste Ziel ist das Stoppen des Haarausfalls.
Behandlung bei Frauen: Östrogenhaltige Haartinktur 1x täglich oder
Regaine® Haartinktur 2x täglich.
Behandlung bei Männern: Regaine®Haartinktur oder Propecia®Tabletten.
Achtung, Regaine®Haartinktur und Propecia®Tabletten enthalten keine
Hormone. Die Libido (Lust auf sexuelle Aktivität) und die Potenz werden
dadurch nur in Ausnahmefällen beeinflusst. Wichtig ist aber, dass Frauen
im gebärfähigen Alter, die Propecia® Tabletten nicht anfassen dürfen.
Wenn auf diesem Weg kleinste Mengen des Wirkstoffs in ihren Körper
gelangen und sie schwanger werden, besteht die Gefahr, dass das Kind
missgebildet ist! Außerdem kann das Aussehen des Spermas sich unter der
Einnahme von Propecia® verändern ohne das Zeugungspotential zu
verändern. Kinder dürfen auch gezeugt werden unter Einnahme von Propecia®.
Dauer der Behandlung:
Die Behandlung sollte ganz regelmäßig durchgeführt werden. Meistens
dauert es mindestens 3-6 Monate bis der Haarausfall merklich gestoppt
ist. Durch die Behandlung wird der Anteil der Haare in der
Wachstumsphase wieder erhöht, feine Vellushaare können sich wieder
umbilden in die kräftigeren Terminalhaare. Die Behandlung sollte
mindestens für 6-12 Monate durchgeführt werden. Nach 6 Monaten ist ein
Kontroll Trichoscan® sinnvoll, um zu entscheiden, ob die bishe-rige
Therapie anspricht. Besonders bei Männern stellt die Behandlung mit
Re-gaine® oder Propecia® eine Langzeitbehandlung dar, da es bei Absetzen
der Medikamente meistens wieder zu Haarausfall kommt.
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